Wie die Zeit vergeht

Saulheim, meine zweite Heimat – ein kleiner, idyllischer Ort knapp 20 Kilometer südlich von Mainz. Bedeutend zwar als Weinort, aber nicht unbedingt als touristisches Ziel. Sprich: Ansichtskarten von diesem Ort sind rar gesät. Einige Motive habe ich mittlerweile aber doch gefunden. Und gleich geguckt, wie sich das Ortsbild verändert hat.

Beginnen wir in der Neupforte. Das ehemalige Herrschaftshaus aus dem 17. Jahrhundert wurde um 1920 als Volksschule genutzt und beherbergt mittlerweile das Heimatmuseum.

In der Weedengasse blickt man auf die evangelische Kirche, davor steht das Rathaus.

Die Sängerhalle steht seit 1904 in der Bahnhofstraße ein wenig oberhalb des alten Ortskerns. Gestiftet wurde sie von Friedrich Weyerhäuser, einem gebürtigen Saulheimer, der in den USA zum „Holzkönig“ und Millionär aufstieg.

Direkt neben der evangelischen steht die katholische Kirche, die ebenfalls im neugotischen Stil erbaut wurde. Der Platz zwischen den Kirchen ist das Herzstück vieler Feste, zum Beispiel der Kerb.

Diese Totale gab mir wirklich Rätsel auf – von wo aus wurde sie aufgenommen? Nach einer Runde durch halb Nieder-Saulheim bin ich am Ende der Pertelgasse halbwegs fündig geworden. Die Nachkriegsbebauung zwischen Borngasse und Neukirchener Straße verdeckt die Sicht auf die Kirchen mittlerweile deutlich. Und wo mal Felder waren, regieren nun die Rebstöcke – wie fast überall rund um Saulheim.

Alle Ansichten sind übrigens aus Nieder-Saulheim. Dort fühle ich mich nicht nur besondes zu Hause – von diesem Ortsteil gibt es einfach auch deutlich mehr Motive. Eine schöne Karte aus Ober-Saulheim möchte ich zum Abschluss präsentieren. Den Vergleich früher/heute fotografiere ich bei Gelegenheit. In der Gaststätte vorn links verdrücke ich mittlerweile regelmäßig eine Pizza…

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